Keine längeren Laufzeiten für Kernkraftwerke
EKHN-Umweltpfarrer Meisinger: Umstieg auf Erneuerbare Energien nutzen
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) tritt dafür ein, konsequenter die Wende in der Energiepolitik herbeizuführen. Anlässlich des Ökumenischen Tags der Schöpfung am 3. September 2010 fordert der Umweltpfarrer der EKHN Dr. Hubert Meisinger die Bundesregierung öffentlich auf, die Laufzeit der Atomkraftwerke nicht zu verlängern. Wörtlich schreibt Meisinger, der im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN den Bereich Umwelt vertritt:
„Längere Laufzeiten von Atomkraftwerken sind ein Schritt in die falsche Richtung. Atomkraft kann durch menschliches Versagen und Missbrauch zu unüberschaubaren und irreversiblen Folgeschäden führen. Eine noch längere Nutzung vergrößert zudem den Atommüllbestand und damit die Hypothek, die wir den kommenden Generationen ohnehin schon übertragen. Bis heute gibt es kein schlüssiges Konzept zum Umgang mit dem Atommüll. Wo sollen die giftigen und strahlenden Müllcontainer hin? Und wer soll all die Jahrtausende darauf aufpassen? Es ist unverantwortlich, weiterhin auf diese Technologie zu setzen - sie übersteigt die Möglichkeiten des Menschen zur Verantwortungsübernahme.
Die katastrophalen Auswirkungen der Erderwärmung und des Klimawandels machen unweigerlich bewusst, dass wir den bereits eingeschlagenen Weg zu einem zukunftsfähigen Umgang mit Energie konsequent weiter gehen müssen.
Hohensteiner Jugendliche werben für Aktion „Kauf’ eins mehr“ in Hünstetten
Am kommenden Samstag (4. September) werden in einem Pilotprojekt die Konfirmanden aus Strinz-Margarethä, Nieder- und Oberlibbach sowie aus Hambach vor dem tegut in Kesselbach stehen und die Kunden einladen, „eins mehr“ zu kaufen.
Gemeinsam mit ehrenamtlichen Mitarbeitern der Tafel wollen sie während der gesamten Öffnungszeiten für die Arbeit der Tafel und die Aktion „Kauf’ eins mehr“ werben. „Vor allem frisches Obst und Gemüse, Molkereiprodukte und Wurstwaren werden von den Märkten abgegeben“ so Claudia Kohlhaas, Leiterin des Diakonischen Werkes Rheingau-Taunus, dem Träger der drei Tafeln im Untertaunus. „Was uns jedoch fehlt, sind vor allem Lebensmittel, die lange haltbar sind, sowie andere Artikel des täglichen Bedarfs: Kaffee, Tee, Nudeln, Reis, Mehl, Zucker, Brotaufstrich, Konserven aber auch Seife, Windeln und andere Drogerieartikel werden gerne genommen.“ Die Konfirmanden bitten die Kunden bei ihrem Einkauf „ein Pfund mehr“ zu kaufen und es den Tafeln im Untertaunus zu spenden. Zuvor sind sie für diesen Tag im Konfirmandenunterricht geschult worden.
Kirchengemeinden bitten um Spenden für Flutopfer
„Das ist eine Katastrophe, die sich unserer Vorstellungskraft entzieht: Eine Fläche von der Größe Deutschlands steht unter Wasser. 20 Millionen Menschen sind obdachlos und hilfsbedürftig. Jetzt geht es ganz schlicht um Taten der Nächstenliebe. Ich bitte um humanitäre Hilfe, damit die Betroffenen überleben können.“ Mit diesen Worten hat Kirchenpräsident Dr. Volker Jung um Unterstützung für die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan gebeten. Benötigt werden Spenden für die Diakonie Katastrophenhilfe. Sie bringt viel Erfahrung im direkten und effizienten Helfen in Katastrophengebieten mit. Im Nordwesten des Landes ist sie bereits aktiv und versorgt rund 60.000 Menschen. Sie hofft, ihre Weiterarbeit mit Spenden sichern zu können.
ABC Schützen gehen mit Gottes Segen in neuen Lebensabschnitt
Hunderte von Kindern werden in der Region am kommenden Dienstag in einen neuen Lebensabschnitt treten. Mit der Schule beginnt etwas ganz Neues und Aufregendes für die ABC-Schützen. Bevor sie mit Schultüte und Schulranzen gemeinsam mit ihren neuen Klassenkameraden ihre erste Schulstunde erleben, erhalten sie in den zahlreichen Einschulungsgottesdiensten den Segen Gottes für diesen wichtigen Abschnitt. Pfarrer Markus Eisele (Idstein-Heftrich und Bermbach) wird beispielsweise zahlreiche Hüte mitbringen, die für unterschiedliche Dinge stehen: Sonnenhut, Regenhut, Wintermütze usw. Im Gepäck hat er auch einen unsichtbaren Hut für alle Kinder, Sinnbild für den Segen Gottes.
Nicht Konkurrenz, sondern Bereicherung
Kirchenpräsident Jung gratuliert islamischen Verbänden zum Ramadan
11. August 2010. „Herzliche Glück- und Segenswünsche“ zum beginnenden Ramadan hat Kirchenpräsident Dr. Volker Jung dem Präsidenten des Verbandes der Islamischen Kulturzentren e. V. Mustafa Imal in Köln, dem Vorstand der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen e. V. Ramazan Kuruyüz in Gießen und dem Vorstand der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. Sadi Arslan in Köln gesandt.
Spendenaufruf: Schlimmste Überschwemmung in Pakistan seit 80 Jahren
Tausende Menschen vom Wasser eingeschlossen
Die verheerenden Überschwemmungen in Pakistan haben nach bisherigen Verlautbarungen mindestens 1100 Menschenleben gefordert. Nach offiziellen Angaben sind landesweit ungefähr eine Million Menschen von der Katastrophe betroffen. Die Überschwemmungen haben ganze Dörfer weg gespült. Noch immer sind schätzungsweise 27.000 Menschen vom Wasser eingeschlossen. Ursache der Überschwemmungen waren heftige Monsunregen, durch die zahlreiche Flüsse über die Ufer traten.
Mehr über die Hilfe für Opfer und Spendenmöglichkeiten
Kirchlich engagierte Bankdirektorin wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden des Rates für Nachhaltige Entwicklung gewählt
Marlehn Thieme plädiert für Veränderungen im Denken und Verhalten
Zu den Ämtern, die Marlehn Thieme, Kirchenmitglied der EKHN aus Bad Soden, bereits bekleidet, ist ein neues hinzugekommen: Sie ist zur stellvertretenden Vorsitzenden des Rates für Nachhaltige Entwicklung gewählt worden. Die Direktorin der Deutschen Bank AG ist zudem Vorstandsmitglied des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer, Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie des Diakonischen Rates der EKD und Mitglied des ZDF-Fernsehrates.
Anlass war die konstituierende Sitzung des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) am Montagabend, 19. Juli 2010. Neuer Vorsitzender des Rates ist der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Repnik. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die 15 Mitglieder des RNE Anfang Juni 2010 für drei Jahre berufen.
Marlehn Thieme erklärte mit welcher Herausforderung sie Deutschland konfrontiert sieht: "Um kommenden Generationen eine Perspektive zu bieten, müssen Politik und Wirtschaft, aber auch jeder und jede Einzelne ihr Denken und Verhalten jetzt ändern. Der Fokus allein auf quantitatives Wachstum wird Wohlstand und sozialen Zusammenhalt nicht sichern können", so Thieme.
Rat für Nachhaltige Entwicklung
Mitten im Leben – der Tod: Massenpanik bei der Loveparade Duisburg
"Nichts lässt sich zurückdrehen. Wir müssen mit den Katastrophen leben."
"Auf der einen Seite das pralle Leben. Auf der anderen Seite Wiederbelebungsversuche." So beschrieb Pfarrer Hans Erich Thomé in seiner Rundfunkandacht für hr1 die Situation auf der Loveparade Duisburg, bei der es aufgrund einer Massenpanik Tote und Verletzte gab. Nun würden Sätze formuliert, die mit „Hätten sie doch“, „wäre doch“ beginnen, sagte Thomé. "In Gedanken versucht man, die Geschichte noch einmal zurückzudrehen und die Weichen anders zu stellen. Aber das Leben ist kein Spielfilm. Nichts lässt sich zurückdrehen. Wir müssen mit den Katastrophen leben."
Andacht über die Katastrophe in Duisburg ... (101,10 KB)
MAV-Vorsitzende in der EKHN mehrheitlich für Systemwechsel bei Arbeitsrecht
Anfang Juli trafen sich auf Einladung der Gesamt-Mitarbeitervertretung (GMAV) in der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau (EKHN) in Hohenahr-Hohensolms die Vorsitzenden der Mitarbeitervertretungen (MAV) in der EKHN, um gemeinsam das Pro und Contra von Tarifvertrag, dem sogenannten Zweiten Weg, und der Arbeitsrechtssetzung durch eine Arbeitsrechtliche Kommission (ARK), dem sogenannten Dritten Weg, zu diskutieren. Dabei sprachen sich knapp 90 Prozent der anwesenden 63 MAV-Vorsitzenden im Rahmen eines Meinungsbildes für den Zweiten Weg aus. In der EKHN wird seit Mitte der 1970er Jahre das Arbeitsrecht über den Dritten Weg gestaltet.
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Matching Fund 2011: Finanzielle Unterstützung für Fundraising-Maßnahmen
uch im Jahr 2011 will die EKHN wieder Kirchengemeinde bei der Einführung von Fundraising finanziell unterstützen. 25 Gemeinden haben die Möglichkeit, Spenden, die sie im Jahr 2011 einwerben, im Verhältnis 3:1 bonifiziert zu bekommen. Gedeckelt ist der Bonus auf 10.000 Euro pro Gemeinde.
Bewerbungsschluss für den Matching Fund 2011 ist am 30. September 2010.
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Wechsel des Beauftragten der evangelischen Kirchen am Sitz der Landesregierung
In der Mainzer Christuskirche wurde am 29. Juni Thomas Posern als Beauftragter der Evangelischen Kirchen im Land Rheinland-Pfalz in sein Amt eingeführt. Zugleich wurde der bisherige Beauftragte am Sitz der Landesregierung Jochen Buchter in den Ruhestand verabschiedet.
Dr. Jochen Buchter hat seit Juli 1989 die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche der Pfalz und die EKHN gegenüber der Landespolitik vertreten. Sein Nachfolger Posern (55) leitete bislang das Zentrum gesellschaftliche Verantwortung der EKHN.
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Kirche will Lösung für islamischen Unterricht
Kirchenpräsident Jung würdigt 50jähriges Bestehen des Staatskirchenvertrages
Bei einer Feier im Hessischen Landtag zum 50. Bestehen des Staatskirchenvertrages des Landes Hessen mit dem Evangelischen Kirchen hat der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Volker Jung, die Zusammenarbeit gewürdigt und für eine Weiterentwicklung des Staatskirchenrechts angesichts der aktuellen Veränderungen in der Gesellschaft plädiert. In einer religiös sich differenzierenden Gesellschaft müsse der Vertrag „anschlussfähig“ bleiben. Jung äußerte sich dabei auch zur möglichen Einführung eines Islamischen Religionsunterrichtes in Hessen. Die evangelische Kirche begrüße ihn, wenn er auf Deutsch mit hier ausgebildeten Lehrkräften und einem vereinbarten Curriculum „einsehbar und transparent“ stattfinde. Die Lösung des Problems ist alternativlos“, sagte Jung.
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ACK Hessen-Rheinhessen gegen mehr verkaufsoffene Sonntage ab 2011
Gegen weitere verkaufsoffene Sonntage ab 2011 spricht sich die „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Hessen-Rheinhessen“ aus. Während ihrer Delegiertenversammlung auf dem Herrnhaag bei Büdingen plädierten die Delegierten der ACK Hessen-Rheinhessen vor kurzem für mehr Engagement zum Sonntagsschutz. Die Delegierten der 21 Gast- und Mitgliedskirchen der regionalen ACK fassten den Entschluss, sich bei ihren Kirchenleitungen für eine Vernetzung aller Kirchen stark zu machen, um die in Gründung befindliche hessische Initiative „Allianz für einen freien Sonntag“ nach Kräften zu unterstützen.
Hintergrund: In Hessen läuft die aktuelle Regelung von maximal 4 Sonntagen im Jahr aus, an denen die Geschäfte aus besonderen Anlässen auch am 7. Wochentag geöffnet sein dürfen. Der ACK-Vorsitzende, Pfarrer Jörg Bickelhaupt vom „Zentrum Ökumene“ der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in Frankfurt, äußerte sich kritisch: „Es steht zu befürchten, dass die Aufweichung der ohnehin schon geltenden Feiertagsregelung noch weiter zunimmt.“
Sparpaket hat Schieflage
Die Konsolidierungspläne der Bundesregierung gefährden für Kirchenpräsident Jung die in weiten Teilen der Bevölkerung vorhandene Bereitschaft zum Mitragen der Lasten
Kirchenpräsident Dr. Volker Jung nimmt zu den Sparplänen der Bundesregierung Stellung: „Unser Land ist in einer problematischen Situation. Die Staatsfinanzen müssen saniert werden und das führt zwangsläufig zu harten Einschnitten und herben Belastungen.
Weite Kreise der Bevölkerung haben das verstanden und sind bereit, einen Beitrag dazu zu leisten. Aber die ökonomische Herausforderung ist dabei nur die eine Seite. Die Wahrung des sozialen Friedens ist dabei die andere Seite.
Genießen, Feiern, Auftanken
5.Jugendkirchentag mit Freiluftgottesdienst beendet 5.000 Teilnehmer / 2012 im Odenwald
Mit einem Gottesdienst ist am 6. Juni der 5. Jugendkirchentag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) auf dem Mainzer Ernst-Ludwig-Platz zu Ende gegangen. Bei sommerlichen Temperaturen trafen sich nochmals viele Beteiligte, um gemeinsam zu singen und zu beten. Mit diesem Gottesdienst, der von der Evangelischen Jugend Darmstadt vorbereitet wurde, gingen vier Tage zu Ende, „die Lust auf Kirche machen“, wie es der kommissarische Dekan Stephan Müller-Kracht aus Mainz in einem ersten Fazit formulierte. Er habe selten so viele gut gelaunte, neugierige junge Leute durch die Stadt ziehen sehen, sagte Müller-Kracht. In den vier Tagen wurden über 200 Veranstaltungen zwischen Christuskirche, Schloss und Landtag angeboten. Über 5.000 Teilnehmer, darunter gut 100 Teilnehmer aus den Dekanaten Bad Schwalbach und Idstein, nahmen an Diskussionen, Sport-Events, Andachten und Gottesdiensten teil.
Wenn Grün froh ist, dass es Blau gibt
Evangelische Jugend zeichnet die Gesellschaft mit klugem Spielzug
Auch wenn das Spiel „Mensch ärgere Dich nicht“ heißt – wer ärgert sich nicht, wenn er rausfliegt? Weil das alle, die dieses Spiel schon einmal gespielt haben, gut kennen, war es ein kluger Spielzug der Jugend im Evangelischen Dekanat Bad Schwalbach, in der Mainzer Christuskirche ebendieses Motiv in ihrem Nachmittagsgottesdienst zum EKHN-Jugendkirchentag aufzugreifen. Wie ist das rauszufliegen – aber nicht als Spielfigur, sondern als Mensch aus dem Spiel der Gesellschaft? Es beginnt damit, dass jede Farbe schlecht über die andere redet; Missgunst, Neid und Überheblichkeit prägen den Tonfall – und das Spiel nimmt seinen Lauf. Und bald wirft im Rennen zum Ziel einer den anderen raus. Ein Gleichnis? „Gibt es denn in der Welt wirklich nur Trennung?“ Mitnichten, denn die Jugendlichen stellten die Farben im Spiel als Bereicherung dar. Grün kann sagen: ich bin froh, dass es Blau gibt, und Gelb erkennt: wie arm wären wir ohne Rot! Ganz schön bunt geht es zu im Leben – „so wie in der Bibel, denn Gott hat keine Lieblingsfarbe“, betonte eine der Mitwirkenden.
"Die kurzen Wege sind der Flair dieses Jugendkirchentages"
Eindrücke vom 5. Jugendkirchentag der EKHN
„Die kurzen Wege sind der Flair dieses Jugendkirchentages!“, schwärmt Pfarrer Dr. Jürgen Noack aus Hohenstein-Strinz-Margarethä (Rheingau-Taunus-Kreis). Er trifft damit den Nagel auf den Kopf. Die sechs Veranstaltungsorte des 5. Jugendkirchentages in Mainz kann man bequem in zehn Minuten erreichen. „Die Kids genießen das“, lobt Gemeindepädagogin Petra Dobrzinski von der Kirchengemeinde Idstein. Sie hatte mit ihrer Gruppe am Morgen die Bibelarbeit zum Psalm 91 in der Christuskirche besucht. Pfarrer Richard Dautermann gelang es die 400 Besucher mit der Methode des Bibliologes zu begeistern. Bei dieser Methode spielen die Teilnehmer in kleineren Gruppen einzelnen Szenen des Bibeltextes. Dabei sollen sie die Rollen, Bilder oder Personen mit ihren eigenen Erfahrungen und aus ihrer eigenen Sichtweise darstellen. Auf diese Weise wird der Text lebendiger und für alle Beteiligten verständlich. Ein Konzept, das an diesem Morgen voll aufging, findet auch Petra Dobrzinski.
Rhythmusfestival auf dem Jugendkirchentag
Bleidenstädter Vor-Konfirmanden auf dem Jugendkirchentag
Zum morgendlichen Wachwerden nach einer kurzen Nacht war es genau das Richtige: Stompp im Kurfürstlichen Schloss. Über 40 Jugendliche ließen sich von Simon Zimbardo zu Bodypercussion und Rhythmen auf Besen, Regentonnen, Basketbällen und anderen Alltagsgegenständen begeistern. Zunächst dient der eigene Körper als Resonanzkörper. Klatschen auf Brust, Arme und Beine sowie lautes Stampfen vertreiben auch die letzte Müdigkeit aus den Körpern der Jugendlichen. Unter ihnen auch 28 Vor-Konfirmanden aus der Evangelischen Kirchengemeinde Bleidenstadt. Leon, Lars und Tim stehen an den Regentonnen und geben den tiefen eingängigen Bass vor. 20 Minuten halten sie hochkonzentriert den Rhythmus. Nach und nach setzt Zimbardo weitere Kinder und Jugendliche ein.
„Die Welt braucht euch! Sie braucht eure Gedanken!“
5. Jugendkirchentag in Mainz eröffnet
Bei strahlendem Sommerwetter ist der 5. Jugendkirchentag in Mainz mit einem Fest und Gottesdienst eröffnet worden. Oberbürgermeister Jens Beutel begrüßte die mehr als 2500 Besucher am Eröffnungstag auf dem Platz zwischen dem kurfürstlichen Schloss und dem rheinland-pfälzischen Landtag. „Es ist eine große Freude und Ehre, dass der Jugendkirchentag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) nun nach Mainz gekommen ist“, freute sich das Oberhaupt der Landeshauptstadt.
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Ulrich Oelschläger neuer Präses
Die Elfte Kirchensynode der EKHN hat auf ihrer konstituierenden Sitzung am Donnerstag in Frankfurt Dr. Ulrich Oelschläger als Präses gewählt. Für Oelschläger als Vorsitzenden der Synode votierten 73 Synodale. Sein Mitbewerber Tobias Utter erhielt 66 Stimmen. In seiner Vorstellungsrede bekannte sich Oelschläger zum „offenen Diskurs, in dem jeder zu seinem Recht kommt und der zu einer reifen möglichst von allen tragbaren Entscheidung führt“.
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Ausstellung dokumentiert gesellschaftspolitisch e Rolle der Evangelischen Kirche
Landrat und Dekanin würdigen Widerstand der Frauen
Mit einem Festgottesdienst wurde am Pfingstmontag die Ausstellung „100 …Jahre auf gutem Kurs“ in der Bechtheimer Kirche eröffnet wurde. Landrat Burkhard Albers sagte, die Ausstellung zeige Frauen, die Mut hatten, das tradierte Rollenverständnis zu verlassen und in den Vordergrund zu treten. „Wer sich in der Kirche engagiert, der engagiert sich in der Gesellschaft“, lobte Albers. Angesichts der zukünftig schwieriger werdenden Zeiten habe Kirche die Aufgabe eine gesellschaftspolitische Rolle zu übernehmen. Dekanin Heinke Geiter mahnte in ihrer Predigt, dass die Kirche nicht bestehen bleibe „weil wir so toll sind“. Der christliche Glaube sei nichts für das stille Kämmerlein, sondern fordere auf sich einzumischen und mitzureden. „Die christliche Grundhaltung macht widerstandsfähig“, sagte Geiter auch im Blick auf die vielen Ausstellungstafeln, die vom erfolgreichen Widerstand der Frauen in den letzten 100 Jahren erzähle.
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Vikarin eingeführt
Am Sonntag, den 30. Mai 2010, wird in der Evangelischen Kirche in Mittelheim im Gottesdienst um 9:30 Uhr Vikarin Stefanie Bischof eingeführt. Stefanie Bischof hat ihr Vikariat bereits am 1. Mai in der Evangelischen Kirchengemeinde Oestrich-Winkel begonnen. Das Vikariat ist die praktische Ausbildungsphase auf dem Weg zur Pfarrerin und dauert 18 Monate. Begleitet wird sie in dieser Zeit besonders durch Pfarrerin Elke Stern-Tischleder.
Vielfalt erhalten und gemeinsamen Nenner finden
Pfarrer Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der EKHN, hat auf die Bedeutung des Pfingstfestes für aktuelle Herausforderungen hingewiesen. Er sagte am Freitag in Darmstadt: „Der entscheidende Satz der biblischen
Gedanken zum Pfingstfest 2010 von Kirchenpräsident Jung
Pfingstgeschichte lautet: `Ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.` In der Pfingstgeschichte stehen viele Menschen mit ganz verschiedener Herkunft, Kultur und Sprache beieinander und verstehen sich, ohne einander gleich zu werden. Da muss ein Wunder geschehen sein."
Ökumenisches KirchentagEBUCH +++ Tag 5
Es sind unter 10 Grad, Nieselregen, kalt und ungemütlich. Mitte Mai in München. Dennoch, seit den frühen Morgenstunden strömen unaufhörlich Menschen auf die Theresienwiese zum Abschlussgottesdienst. Insgesamt 100.000 Menschen nehmen am letzten Gottesdienst des 2. Ökumenischen Kirchentages (ÖKT) teil. Die beiden Präsidenten des 2. ÖKT riefen die Besucher auf der Wiese und an den Fernseh- und Rundfunkgeräte eindringlich dazu auf, einen „neuen Aufbruch“ zu wagen, um gemeinsam gesellschaftliche und kirchliche Probleme zu lösen. Der evangelische ÖKT-Präsident Eckhard Nagel kritisierte das Wachstums-Denken in Politik und Wirtschaft. „Wir brauchen ein Wachstum an Mitmenschlichkeit, an Rücksichtnahme und Achtsamkeit“, mahnte Nagel. Der katholische ÖKT-Präsident Alois Glück sagte: „Wir sind Christen in dieser Welt und für diese Welt. Diese Verantwortung müssen wir gemeinsam wahrnehmen.“ Auch der amtierende Rtasvorsitzende Nikolaus Schneider mahnte, jeder wolle zwar, dass es Armen besser gehen und Ungerechtigkeiten überwunden würden, aber es solle sich bloß nichts bei einem selbst ändern. Wörtlich sagte er: "Wir gut situierten Christen trauen nicht der Umkehrung aller Umstände. Herr lehre und das Teilen von Brot und Macht."
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Ökumenisches KirchentagEBUCH +++ Tag 4
"Das gemeinsame Brotbrechen war nur die Vorspeise", versprach der amtierende Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider bei der Bilanzpressekonferenz am vorletzten Kirchentagstag.
Ob die Krise schon beim Hauptgang sei und die Ethik während der Finanzkrise auf der Strecken geblieben sei, fragte ZDF-Chefredakteur Peter Frey, den ehemaligen Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber, Erzbischof Reinhard Marx und den für den erkrankten Finanzminister Wolfgang Schäuble eingesprungenen Markus Kerber, aus der Grunsatzabteilung des Ministeriums.
Auf die Frage nach der "Schuld" antwortete der ehemalige Investmentbanker Kerber, ein Problem heutzutage sei, dass keiner mehr genau wisse, was mit dem angelegten Geld passiere. Natürlich wolle auch jeder Privatmensch die besten Zinsen habe. "Aber wenn die Menschen wüssten, was mit ihrem Geld geschieht, würden sie sich eher melden". In diesem Zusammenhang kritisierte Kerber den Slogan der Postbank "unterm Strich zähl' ich". Auch Bischof Marx betonte, dass "jeder den Überblick verloren" habe. Wolfgang Huber warb leidenschaftlich dafür, dass wieder jemand in die Haftung genommen werden müsse für sein Handeln. Mehr Transparenz, ein Verbot von Derivaten, die keiner versteht, waren weitere Forderungen. Allen voran müsse jeder selbst aktiv werden, bevor er die Politik in die Pflicht nehme.
Markus Kerber forderte die Besucher auf, bescheidener zu werden und auch das eigene Wirtschaften komplett zu ändern. Systemrelavante Aufgaben dürften nur noch bestimmten Instituten erlaubt sein, die dann als Personengesellschaften im Falle des Bankrotts auch selbst für ihr Tun haften.
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Gemeinsames Brotbrechen auf dem Odeonsplatz
10.000 Menschen sind auf dem Münchner Odeonsplatz an rund 1000 Tischen versammelt. Sie warten auf den Beginn der orthodoxen Vesper in ökumenischer Gemeinschaft „Gesegnetes Brot“ beim 2. Ökumenischen Kirchentag.
Astrid Hamm ist evangelische Gemeinde- und Religionspädagogin in Bleidenstadt im Taunus. Sie hat eine ganze Gruppe junger und alter Menschen zum Kirchentag gebracht. „Ich finde es eine geniale Lösung, wie man die Evangelischen und Katholiken hier an einen Tisch bringt“, äußert sie sich zu dem mit Spannung erwarteten Brotbrechen. Thomas Ludwig aus Taunusstein ist ebenso begeistert. „Es ist ein Wunder, das wir heute so zusammenkommen“, sagt der evangelische Pfarrer im Ehrenamt – eine ehrenamtliche Ordination auf Zeit - und freut sich über die Einladung der Orthodoxen Kirche. „Ich habe die Hoffnung, dass aus tausend Tischen einmal ein Tisch wird“, stellt er sich die konfessionelle Zukunft vor. Heinz-Georg Bialonski und seine Frau Waltraud sind ein konfessionsverschiedenes Ehepaar aus Eltville am Rhein. „Eine tolle Idee, dass die Konfessionen das gemeinsam machen“, sagen sie in einem Ton. Das sei gelebte Ökumene.
Ökumenisches KirchentagEBUCH +++ Tag 3
München zeigt sich von seiner kalten und nassen Seite. Dennoch stehen viele Menschen - gut beschirmt - auf dem Marienplatz und lauschen dem ehemaligen Bischof Axel Noack bei der Bibelarbeit. "Wer das Kreuz im Blick hat, schaut nicht weg, wenn's schwierig wird". Mit schwierigen Themen setzt sich der Kirchentag in diesen Tagen auseinander. Sei es bei der Frage der Klimaerwärmung, der wachsenden Armut in der Welt, dem Missbrauchsskandal oder der großen Verunsicherung in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrise.
Zum letzteren Thema sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel vor über 6.000 Menschen auf dem Messegelände. Toleranz, klare Regeln und eine Gerichtsbarkeit seien die Grundvoraussetzungen dafür, dass Zusammenhalt entstehen und bestehen könne. Merkel, die mit viel Beifall begrüßt wurde, bekannte sich klar zum Christentum. Es habe den ganzen europäischen Kontinent und das Grundgesetz geprägt. Ohne das christliche Menschenbild, wäre das Grundgesetz wohl nicht so zustande gekommen. Politik schaffe Ordnung, Gerichte kontrollieren die Regeln aber "die Quelle des Zusammenhaltes ist eine gemeinsame Vorstellung vom Menschen", betonte die Bundeskanzlerin. "Dafür ist die Bibel ist eine gute Quelle."
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Ökumenisches KirchentagEBUCH +++ Tag 2
Prominente ganz nah und menschlich
Ein großer Reiz der Kirchentage ist, dass man Prominente hautnah und ganz informell trifft. Frühstück mit Käßmann, Mittag mit Steinmeier, Kaffee mit Küng und Abendessen mit Hirschhausen. Nicht nur bei den Veranstaltungen geben sich die Prominenten die Klinke in die Hand. Viele trifft man beim Schlendern über die Agora, beim Mittagessen oder einfach so. Und erlebt nicht selten die Menschen, die das Rampenlicht gewohnt sind, von einer entspannten und ganz informellen Seite.
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Ökumenisches KirchentagEBUCH
"Ich habe den Ökumenischen Kirchentag regelrecht herbeigesehnt!" Mit diesen Worten begrüßte Bundespräsident Horst Köhler die Menschen auf der Münchener Theresienwiese. "Man hatte den Eindruck die Ökumene sei in den letzten Jahren ein wenig eingeschlafen", so Köhler. Der Kirchentag komme angesichts der schweren Zeiten und Krisen, in der die Kirche stehe, zur rechten Zeit, sagte der Bundespräsident zu den 50.000 Besuchern.
Unter ihnen eine kleine ökumenische Gruppe aus dem Dekanat Bad Schwalbach.
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„Die Kapelle wird jetzt um den Altar gebaut“
Grundsteinlegung der Kapelle Langenseifen / Im September soll einziger Neubau der EKHN von Kirchenpräsident einweiht werden
Kirchengemeinden stehen vielerorts vor der Frage, wie sie in der Zukunft ihre Kirchen weiternutzen wollen. So gibt es Beispiele dafür, dass manche bereits verkauft oder gar abgerissen wurden. Anders im Rheingau-Taunus Kreis in Langenseifen: Dort wurde heute der Grundstein für den Neubau einer Kapelle gelegt. Bereits vor fünf Jahren war eine 3,92 m hohe Altarstele aus Basaltlava auf dem freien Feld gesetzt worden. Um diesen tonnenschweren Stein wird jetzt die kleine Kapelle drum herum gebaut, der Altar ragt dann nur noch etwa einen Meter hoch in den Gottesdienstraum. In der Feierstunde würdigte Propst Dr. Sigurd Rink den starken Willen der Langenseifener. „Mit dem Neubau setzen Sie ein deutliches Signal, dass man hier miteinander Gott feiern will“, so Rink und lobte ausdrücklich, dass die aus verschiedenen Ortsteilen bestehende Kirchengemeinde gemeinsam an einem Strang gezogen habe. Dekan Klaus Schmid bezeichnete den Tag als „historischen Moment“ und ein einzigartiges Erlebnis, das wohl keiner der Anwesenden noch ein Mal erleben werde. „Die Langenseifener machen alles anders“, ermutigte Schmid die Zuhörer.
Himmelfahrt - oder: Der Glaube wird international
Gedanken zum Himmelfahrtstag
Scheinbar ist das ja am schwersten zu erklären: das was an Himmelfahrt passiert ist. Weihnachten, das kapiert jedes Kind. Ostern könnte man verstehen, wenn man möchte. Aber was nach einer sowieso schon schwer zu begreifenden „Auferstehung" noch eine extra „Himmelfahrt" soll: Da geraten selbst gestandene Theologen ins Stottern. Weil Theologen und die Kirche überhaupt meist viel zu sehr in den Himmel starren und nicht sehen, was vor Augen, sozusagen auf der Erde, liegt.
Doch wenn in der Bibel vom Himmel die Rede ist, geht es gar nicht um Wolken und Sonnenschein, nicht ums Weltall und schon gar nicht um irgendein Jenseits. Himmel heißt: Überall, Weiter-als-Du-denkst, International. Himmelfahrt bedeutet dann: Jesus ist nicht zu halten von Pfarrern und Theologen, nicht einzusperren in die Kirche. Jesus ist überall, weiter-als-du-denkst, international. Ostern war das Fest der Gemeinde, der Kirche: Jesus erscheint seinen Jüngern, seinen Freundinnen und Freunden. Er sammelt seine Leute, damit die Sache Jesu weitergeht, einen festen Ort hat in dieser unübersichtlichen Welt. Himmel-fahrt sprengt den Rahmen und sagt: Ihr Gläubigen, schön, dass ihr da seid - aber der Gott, an den ihr glaubt, der ist weiter als ihr denkt. Das ist ein himmel-weiter Unterschied ...
„Nicht nur für Frauen“
Ausstellung der Geschichte der Evangelischen Frauen erstmals im ländlichen Raum / attraktives Begleitprogramm mit Chansons, französischem Frühstück und Vorträgen
„100 Jahre …auf gutem Kurs“, so ist der Titel einer Ausstellung beschrieben, die zum Jubiläum der 100-jährigen Geschichte der Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau entstand und die zum ersten Mal in einer ländlichen Region zu sehen ist. Pfarrerinnen Birgit Hamrich und Imke Goerlitz gelang es, die hessenweit beachtete Ausstellung in die Evangelische Kirche nach Bechtheim zu holen. Sie wird am Pfingstmontag im Anschluss an den Festgottesdienst (14.00 Uhr) mit Dekanin Heinke Geiter von Landrat Burkhard Albers und Präses Patricia Garnadt feierlich eröffnet. Die Ausstellung dokumentiert anschaulich beispielsweise die mutigen Wegbereiterinnen, die sich vor 100 Jahren als Frauenhilfe im Großherzogtum Hessen zusammenschlossen oder den entschlossenen Kampf gegen das NS-Regime. Aber auch die Entwicklung von den „Mütterschulen“ hin zu den Familien-Bildungsstätten sowie das Engagement der Evangelischen Frauen bei gesellschaftspolitischen Themen, etwa in die Diskussion um den § 218, werden dargestellt. Die Frauenverbände schlossen sich nach dem 2. Weltkrieg der Weltgebetstagsarbeit an und transportierten diese in die Gottesdienstordnungen und Kirchengemeinden. Mittlerweile gehört diese Arbeit zur weltweit größten ökumenischen Laienbewegung.
Claudia Kohlhaas als neue Leiterin im Diakonischen Werk Rheingau-Taunus eingeführt
Das Diakonische Werk Rheingau-Taunus hat eine neue Leiterin. Am 23. April 2010 wurde Claudia Kohlhaas, die schon seit 1990 im Werk arbeitet und seit 1999 seine stellvertretende Leiterin ist, durch Pfarrer Dr. Wolfgang Gern in ihr Amt eingeführt. Dekan Klaus Schmid und Heinke Geiter gestalteten den Festgottesdienst.
Dekan Klaus Schmid sagte, dass die beiden Dekanate schon stolz darauf seien, was das Diakonische Werk hier in der Region tue. "Unsere Kirche ist eine diakonische Kirche oder sie hat aufgehört Kirche im Sinne Jesu zu sein", betonte er in seiner Predigt.
Wehener starten Kirchenrenovierung
„Kirche erhalten – Zukunft gestalten“ steht auf dem Banner, das seit am 16. April an der Evangelischen Kirche in Wehen feierlich entrollt wurde.
Die Evangelische Kirchengemeinde Wehen startete ihre Spendenkampagne zur Kirchenrenovierung.
„Das Banner sieht toll aus – ein echter Hingucker!“, riefen manche Besucher begeistert. In der Kirche erläuterte Sabine Schmidt dann die geplanten Aktionen erläutert. Die erste läuft bereits seit Sonntag : „Mit Pfunden wuchern“.
„Gott ist bei jedem Abenteuer dabei“
EKHN-Kampagne „Wir sind viele“ nutzt bei ihrer dritten Motivstaffel erstmals auch große Plakatwände
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wirbt dieser Tage an 50 Standorten mit großflächigen Plakaten für ehrenamtliches Engagement. Unter anderem auch in Bad Schwalbach, Idstein oder Niederselters. „Selbstbewusst Gesicht zeigen, mit Menschen, die authentisch sind und mit interessanten Biografien", so beschreiben die Initiatoren die Eigenschaften der Kampagne. Die Aktion bringt aus dem breiten Spektrum des kirchlichen Handelns einzelne Menschen und ihre Arbeitsbereiche in die Öffentlichkeit. Etwa 64.000 Ehrenamtliche und 20.000 Beschäftigte engagierten sich in der EKHN. Diesem Umstand verdanke die Aktion ihren selbstbewussten Slogan: „Wir sind viele.“
Dekanatsjugend gestaltet Gottesdienst beim Jugendkirchentag in Mainzer Christuskirche
Der 5. Jugendkirchentag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau startet am 3. Juni mit einem zentralen Eröffnungsgottesdienst unter freiem Himmel auf dem Mainzer Ernst-Ludwig-Platz ganz in der Nähe des Rheins. „Wir werden in diesem Jahr mit etwa 70 Jugendlichen auf den „go(o)d days & nights sein“, freut sich die Jugendreferentin Connie Ludwig aus dem Evangelischen Dekanat Bad Schwalbach. Thematisch wird sich der Jugendkirchentag mit insgesamt zehn Schwerpunkten beschäftigen. So wurden die Themenschwerpunkte „Spiritualität“ und „göttliche Schöpfung“ sowie das Thema „Ökumene“ von den Jugendlichen explizit gewünscht. Der Schwerpunkt „Leben extrem“ greift besonders das gemeinschaftsgefährdende bzw. selbstgefährdende Leben auf, ausgehend von „Komasaufen“ und „Drogenkonsum“ bis hin zu „Mobbing“.
Weitere Präventionsmaßnahmen gegen sexuellen Missbrauch beschlossen
Keine weiteren Fälle bekannt geworden / Ein Vorwurf entkräftet
Auf ihrer Sitzung am Donnerstag in Darmstadt hat die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) weitere Maßnahmen gegen sexuellen Missbrauch beschlossen. Dabei folgte sie den Empfehlungen einer von ihr eingesetzten Kommission. Entsprechend werden alle Ausbildungsgänge darauf hin überprüft, ob das Thema sexueller Missbrauch dort umfassend genug vermittelt wird. Alle Dienststellen erhalten erneut die bereits seit 2002 gültige Handreichung mit Bestimmungen und Ansprechpersonen zu diesem Thema.
Neue Kirche – strahlende Gesichter
Wiedereröffnung der Evangelischen Kirche Taunusstein-Neuhof
Der Propst in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Sigurd Rink (Wiesbaden), hat am Ostermorgen (4.4.) gemeinsam mit den Pfarrern der Kirchengemeinde Taunusstein-Neuhof die Evangelische Kirche nach einer fast einjährigen Innenrenovierung neu eingeweiht. In dem feierlichen Gottesdienst sagte Rink, Ostern sei der Zeitpunkt, an dem sich Christen daran erinnerten, dass der Glaube etwas verändere. Das Motto der Einweihung laute „Wir machen die Kirche neu.“ Ohne die Botschaft vom Leben, Wirken, Sterben und Auferstehen Jesu hätte sich die Kirche durch die Geschichte hin, nicht entwickeln können. Teil der Osterbotschaft sei, dass auch die Menschen das Alte hinter sich ließen. „Wir sollen neue Menschen werden“, sagte Rink in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche. Der Pfarrer der Gemeinde, Andreas Pohl, ließ durch einen Jungen von der Jugendfeuerwehr Neuhof mit dem biblischen Namen David die Osterkerze entzünden und sagte: „Neu erstrahlt sie in österlichem Glanz.“ In sieben Jahren werde die Kirche 300 Jahre alt. Es sei schön zu sehen, dass auch in der Kirche Dinge neu würden.
Hoffnung auf neues Leben Andacht zu den Osterfeiertagen von Pfarrer Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der EKHN
Es gibt Hoffnung, die über das Sterben, über den Tod hinausreicht
Hoffnung haben wir bitter nötig. Echte Hoffnung, die über unsichere Zeiten und Sorgen hinüber trägt. Ostern ist das Fest der Hoffnung. Gefeiert wird, dass Gott aus dem vergehenden alten Leben neues Leben hervorbringen kann. Das zeigt Gott in Jesus Christus, der sich und sein Leben hingibt, am Kreuz stirbt und dann vom Tod auferweckt wird.
Davon erzählen die Ostergeschichten in der Bibel. Am Ostermorgen gehen Frauen zum Grab Jesu. Sie finden es leer vor. Später offenbart sich ihnen der auferstandene Jesus. Und sie erkennen: Gott hat neues Leben geschenkt.
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Kommission gibt Empfehlungen zum Umgang mit sexuellem Missbrauch
Zweite Strafanzeige gestellt
Die von der Kirchenleitung am 18. März eingesetzte Kommission zum Thema sexueller Missbrauch hat am Dienstag in Darmstadt getagt. Ihre Aufgabe war es, die Regeln zum Umgang mit Missbrauchsfällen in der EKHN und der Diakonie zu überprüfen, Vorwürfe und Schilderungen von Betroffenen auszuwerten und Empfehlungen zu geben. Die Kommission, der Vertreterinnen und Vertreter aus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sowie aus dem Diakonischen Werk in Hessen und Nassau (DWHN) angehören, kommt zu folgenden Ergebnissen.
EKHN: Schäfer gibt Leitungsamt ab
Präses der Kirchensynode unterrichtet Wiesbadener Dekanatssynode
Der Präses der Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Professor Dr. Karl Heinrich Schäfer (Wiesbaden), tritt bei den Wahlen zur 11. Kirchensynode der EKHN nicht mehr an und gibt damit das hohe Leitungsamt des Präses der Kirchensynode, das er seit 1994 inne hat, ab. Bereits seit 1992 gehörte er dem Kirchensynodalvorstand an. Eine Nachfolgeregelung wird die Landessynode am 27. Mai in Frankfurt treffen.
Neuer Präses will Menschen im Glauben und in schwierigen Lebenssituationen begleiten
Propst führt neu gewählte Synodale in ihr Amt ein
Die neu gewählte Synode des Evangelischen Dekanates Bad Schwalbach hat am Samstag (6. März 2010) mit überwältigender Mehrheit den Taunussteiner Rainer Löll zu ihrem Präses (Vorsitzenden) gewählt. Der 66jährige sagte bei seiner Vorstellung, er wolle die bestehende Arbeit auf einer geordneten Basis aufbauen und weiterführen. Als wichtigste Aufgabe bezeichnete er es „Menschen den christlichen Glauben nahe zu bringen, im Glauben und in schwierigen Lebenssituationen zu begleiten.“ Der ehemalige Geschäftsführer der Hessapp bzw. Hüller Hille GmbH (Taunusstein) war für das Dekanat bereits beim Modellprojekt des Baus eines Altenpflegeheims im rumänischen Crasna sehr aktiv. Seit fünf Jahren arbeitet der Diplomingenieur ehrenamtlich in der Notfallseelsorge Rheingau-Taunus mit. Rainer Löll sagte, er wolle die hauptberuflich und ehrenamtlich Mitarbeitenden in Dekanat und den Kirchengemeinden in den Aufgabenfeldern wie der Jugendarbeit, Kirchenmusik, Ökumene, aber auch den verschiedenen Formen der Seelsorge, unterstützen und neue Anstöße geben.