Losungen des Tages

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„Die Zeit ist überreif zum Handeln“

Evangelische Kirche stellt sich beim Lärmprotest hinter Bürgerinitiativen

Bei einer Demonstration mehrerer Bürgerinitiativen gegen Bahnlärm in Bonn hat der Wiesbadener Propst Dr. Sigurd Rink sich für eine nachhaltige Bewahrung der Schöpfung ausgesprochen. Der Kirchenvertreter der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) forderte, der Bundesverkehrswegeplan müsse an die Anforderungen des 21. Jahrhunderts angepasst werden und solle den ordnungspolitischen Rahmen für einen zukünftigen, leisen Bahnverkehr aufzeigen. Die betroffenen Bürger an der sogenannten Rheinschiene müssten kurzfristig eine spürbare Entlastung erfahren. „Die Zeit ist überreif zum Handeln“, rief der Redner den nach Veranstalterangaben 1000 Demonstrierenden auf dem Bonner Marktplatz zu. Konkret forderte Rink von der Deutsche Bahn AG neue Waggons im Güterverkehr einzusetzen und die alten umzurüsten. Auf dem deutschen Schienennetz sollen etwa 180.000 Güterwaggons verkehren.

„Interkulturelle Öffnung der Kirche ist Prüfstein für Toleranz“

Kirchenpräsident Jung sieht in seinem Lagebericht auch
hoffnungsvolle ökumenische Signale aus Rom

Für eine stärkere Öffnung der evangelischen Kirche für Beschäftigte aus anderen Religionen und Kulturen hat sich der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) Dr. Volker Jung am Donnerstag (25. April) ausgesprochen. Vor der in Frankfurt am Main tagenden Kirchensynode sagte er in seinem Bericht zur Lage in Kirche und Gesellschaft, dass „die interkulturelle und interreligiöse Öffnung in den Arbeitsverhältnissen ein Prüfstein für das evangelische Verständnis von Toleranz“ sei. Durch den christlichen Glauben sollten die evangelischen Kirchen „mehr Mut und Gestaltungskraft haben und nicht warten, bis sie von außen gedrängt werden, das zu tun, was sie anderen unter den Stichworten Toleranz und Integration nahelegen.“ Nach Worten Jungs kann so aus einer „Kirche für andere“ eine „Kirche mit anderen“ werden. Bisher müssen in evangelischen Einrichtungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Regel einer christlichen Kirche angehören.



Jung: „Reichtum ist größeres Tabu als Armut“

Dr. Volker Jung fordert offenere Debatte über Bedeutung des Wohlstands

Darmstadt, 6. März 2013. „Unausgewogen“, so kritisiert Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), den 4. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Nur auf rund 20 von insgesamt über 540 Seiten werde das Thema Reichtum behandelt. „Der Bericht zeigt, dass Reichtum offenbar noch mehr als Armut ein Tabuthema ist“, sagte Jung. In dem Bericht fehle eine tiefer gehende Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Folgen des zunehmenden privaten Reichtums. „Doch wer darüber diskutieren will, wird leider schnell mit dem Etikett Neiddebatte belegt und mundtot gemacht“, bedauerte Jung. „Es geht aber nicht um Neid auf den Erfolg und Wohlstand einzelner, sondern um den sozialen Frieden in der Gesellschaft und eine gemeinsame Zukunft für alle“, so Jung.

Aktion „Kauf’ eins mehr“ startet wieder

Beim Einkaufen an Bedürftige denken

Mit Beginn der Fastenzeit an Aschermittwoch (13. Februar) rufen die Evangelischen Kirchen in der Region und das regionale Diakonische Werk bereits zum 6. Mal die Aktion „Kauf eins mehr" aus. Mitbürger und Mitbürgerinnen sind aufgerufen bei ihrem Einkauf „ein Pfund mehr“ zu kaufen und es den Tafeln im Untertaunus zu spenden. Frisches Obst und Gemüse, Molkereiprodukte und Wurstwaren werden in der Regel von den Märkten abgegeben, erläutert Claudia Kohlhaas, Leiterin des Diakonischen Werkes Rheingau-Taunus, dem Träger der beiden Tafeln im Untertaunus. „Was uns besonders fehlt, sind vor allem Lebensmittel, die lange haltbar sind, sowie Drogerie-artikel und andere Artikel des täglichen Bedarfs: Kaffee, Tee, Nudeln, Reis, Mehl, Zucker, Brotaufstrich, Konserven aber auch Seife, Windeln und andere Drogerie-artikel werden gerne genommen. Die Ausgabeteams sammeln diese Artikel so lange, bis es für alle Kunden reicht“, betont Renate Tresse-Wildenhain, die Koordinatorin der Tafeln im Untertaunus.
Mit der Aktion während der Fastenzeit, also von Aschermittwoch bis Ostern, solle das Thema stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung gebracht werden, so Claudia Kohlhaas.




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